Liturgie als Ort Gottes
ABENDVORTRAG und SEMINAR
23. und 24. Februar 2005
Vortrag
Mittwoch, 23. Februar 2005, 18.30 – 21.00 Uhr
„Ehre sei dem Vater …“
Wie monotheistisch betet die Kirche?
„Credo in unum Deum“ – Im interreligiösen Dialog stellt sich die Frage, wie ernst es die Christen mit ihrem monotheistischen Bekenntnis nehmen. Wurde doch etwa auch das „Gloria Patri“ oft tritheistisch und nicht monotheistisch-heilsgeschichtlich gedeutet. Noch problematischer wird es, wenn Gebete nicht an Gott, sondern an Christus gerichtet werden, wie es in der Tradition christlichen Betens oft vorkommt.
An einigen charakteristischen Beispielen soll eine Theologie christlichen Betens vorgestellt werden, die die monotheistische Ausrichtung wahrt, ohne das Proprium christlichen Betens zu verleugnen.
Seminar
Donnerstag, 24. Februar 2005, 9.00 – 12.30 Uhr
„Wohin soll ich mich wenden?“
Über den Adressaten des liturgischen Gebetes
„Wer am Altar steht, bete immer zum Vater“! Dieses altkirchliche Prinzip hat für die Vorstehergebete der römischen Liturgie weitgehend Gültigkeit. Andere lateinische, vor allem aber die Gebete der orientalischen Riten sowie Hymnen und Akklamationen zeigen demgegenüber eine größere Variationsbreite.
Im Seminar stehen die Lektüre und Analyse ausgewählter liturgischer Texte im Mittelpunkt (u. a. Hochgebetstexte, Te Deum Gloria, Sanctus, Deinen Tod o Herr, verkünden wir …). Ansätze einer Theologie der Gebetsanrede in der Liturgie vor dem Hintergrund der Diskussion über das Verhältnis von Monotheismus und Trinitätslehre sollen entwickelt werden.
Ort:
Stephansplatz 3/3, 1010 Wien
Kosten:
Vortrag € 9,--
Seminar € 9,--
Seminar mit Vortrag € 15,--
Information und Anmeldung:
Wiener
Theologische Kurse
Stephansplatz 3/3, 1010 Wien
Tel.: 01/51 552-3708
E-mail: theol.kurse@edw.or.at
Anmeldeschluss 18. Februar 2005
Referent:
Univ.-Prof. Dr.
Albert Gerhards,
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
„… Das ist ja die Möglichkeitsbedingung einer Rede
über Gott: dass die Menschen seit Urzeiten sich an diesen ihren Gott
wenden und erst dann in einer zweiten, reflexiven Stufe über Gott
in der Er-Form sprechen können. Die ursprüngliche Gottesrede
ist die Anrufung Gottes und zwar vor dem Hintergrund, dass man glaubt,
dass dieser Gott in der Geschichte der Menschheit präsent ist und
auch aktuell mit den Menschen in Beziehung treten kann.“
(Aus einem Interview mit Albert Gerhards vom 8. 10. 2004)