AUFGABEN UND ARBEITSWEISE
Aufgaben
Der PGR unterstützt den Pfarrer mitverantwortlich bei der Leitung
der Pfarrgemeinde. Er berät mit dem Pfarrer Fragen des pfarrlichen
Lebens und entscheidet zusammen mit dem Pfarrer (vgl. PGO
I.2a). Das tut er als ein im Wesentlichen von der Pfarrbevölkerung
gewähltes Gremium.
Damit sind die wesentlichen Aufgaben des PGRs umrissen:
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Der PGR ist das Beratungsgremium, das mit dem Pfarrer
die gesamte Seelsorge der Pfarrgemeinde berät und ein Pastoralkonzept
erstellt (vgl. PGO II.1-3). Dem PGR ist ein umfassender Blick
auf die Pfarrgemeinde und darauf, was getan werden soll, damit
die Pfarrgemeinde als Lebensraum des Evangeliums glaubwürdig
ist, eigen.
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Diese Verantwortung für die ganze Pfarrgemeinde kann
der PGR nur wahrnehmen, indem er die Lebensumstände der Menschen
wahrnimmt und im Licht des Evangeliums deutet.
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Der PGR ist ein Entscheidungsgremium bei Angelegenheiten
der kirchlichen Vermögensverwaltung (vgl. CIC can. 537, PGO
I.2b, II.10)
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Die Pfarrgemeinderatsordnung beschreibt
in PGO II die Aufgaben des PGRs näher. (Eine Beschreibung der Aufgaben
im Einzelnen finden Sie in den Abschnitten
zu den Fachbereichen.)
Der PGR unterstützt den Pfarrer bei der Leitung des Pfarrgemeinde!
Was sind daher die Leitungsaufgaben in einer Pfarrgemeinde?
"Personalentwicklung":
Aufgabe des PGRs ist die vorhandenen Charismen der Menschen in der
Pfarrgemeinde zu entdecken und zu fördern und ihnen Entfaltungsraum
zu sichern. Dazu gehört auch das Fördern der Zusammenarbeit.
Kommunikation und Vernetzung:
Wissen, was läuft, und die Möglichkeit, sich einzubringen,
sind wesentliche Voraussetzungen für eine funktionierende Gemeinschaft.
Das durch Information und Schaffung von Begegnungsräumen zu ermöglichen
ist Aufgabe des PGRs: die Vernetzung, das Ins-Gespräch-Bringen,
der verschiedenen Gruppen in der Pfarre, das Anbieten von Gesprächsforen
für "Fernstehende" (wer steht hier wem fern?) gerade auch in Zusammenarbeit
mit den Gliederungen der Katholischen Aktion. (Dass Information daher
zuerst auch im PGR gegeben sein muß, ist selbstverständlich.)
Ziele finden und für die Zielerreichung sorgen
Der Pfarrgemeinderat ist dafür verantwortlich, dass in der Pfarrgemeinde
eine gemeinsam getragene Vision von Pfarrgemeinde entwickelt wird, die
das Fundament für das Zusammenleben und das Handeln in der Pfarrgemeinde
bildet. Auf diesem Fundament gilt es, Ziele miteinander zu vereinbaren
und zu entscheiden, die Durchführung zu planen und zu steuern und
am Ende zu überprüfen, ob gelungen ist, was wir erreichen
wollten. Ebenso ist zu entscheiden, welche Personen oder Gruppen wie
beteiligt sind.
Ein wichtiger Aspekt der Zielfindung ist das Setzen von Prioritäten:
vieles ist wichtig, aber nicht alles ist gleichzeitig leistbar!
Ist-Analyse
Wenn der Pfarrgemeinderat seine Arbeit aufnimmt, muß er sich
einen Überblick über die Situation in der Gemeinde verschaffen.
Dabei kann man nach folgenden Gesichtspunkten vorgehen (vgl. auch vorhandene
Pfarrprofile in Pfarren der Vikariate Nord und Süd).
Soziologische Gegebenheiten
- Räumliche Ausdehnung der Pfarre, Filialen.
- Einwohnerzahl, Zahl der Katholiken, der Protestanten, der Bewohner
ohne religiöses Bekenntnis,...
- Lebenszentren im Pfarrgebiet (Schulen, Kaufhäuser, Betriebe,
Anstalten).
- Wohnblöcke im Pfarrgebiet, Neubauten, Siedlungen (bestehende
oder denkbarer Sprengel).
- Überblick über die beruflichen Schichtungen, über
die altersmäßige Gliederung, über das bildungsmäßige
Niveau, Einblick in die sozialen Verhältnisse (Lebensstandard,
Wohnverhältnisse, Besitz,...).
- Ausländer.
- Politische Parteien im Pfarrgebiet.
- Einzelpersönlichkeiten in führender, einflußreicher
Position.
- Fremdenverkehr.
Religiöse Situation
- Vorhandene Kirchen und Seelsorgeräume, ihre Lage; Gottesdienstbesucher
(wie viele, wer).
- Sakramentenspendung: Beteiligung der Gläubigen, Formen der
Vorbereitung, Gestaltung (pfarrliche Praxis der Taufspendung, des
Bußsakramentes, der Kommunion, Erstkommunion); Gestaltung von
Festen, Feiern, Prozessionen, Wortgottesdiensten.
- Stand und Bemühungen zur religiösen Erwachsenenbildung.
- Formen und Wege religiöser Vertiefung (Einkehrtage, Eherunden,
Bibelrunden, Glaubensgespräche,...).
- Mitleben und Interesse der Erwachsenen, besonders der Eltern, für
die Belange der Kinder- und Jugendseelsorge.
Pastoralkonzept
- Schwerpunkte des derzeitigen Konzeptes oder Planes.
- Mit welchen Methoden und Mitteln wird die Verwirklichung dieser
Schwerpunkte erstrebt?
- Kontakte mit Nachbarpfarren.
- Zusammenarbeit im Dekanat, Vikariat.
- Zusammenhang des Konzeptes mit dem des Dekanates, des Vikariates,
der Diözese.
- Kontakte nach außen (zur politischen Gemeinde, zu Ämtern,
Körperschaften, zur Lokalpresse, zu Schulen, Betrieben,...).
Vorhandene Einrichtungen und Mitarbeiter
- Bestehende Gruppierungen des Laienapostolates.
- Referate und Arbeitskreise.
- Übersicht über das Personal (hauptamtliche und nebenberufliche
Mitarbeiter, ehrenamtliche Mitarbeiter).
- Vorhandene Räume, Liegenschaften,...
- Wichtigste Veranstaltungen der Pfarre.
- Terminplan für das laufende Arbeitsjahr.
- Pfarrblatt, Pfarrbrief, Kirchenzeitung, Schaukasten, Bibliothek,
Kartei und anderes.
Fragen und Probleme
- Schwierigkeiten in der Jugendseelsorge.
- Probleme der Alten, Alleinstehenden, Wiederverheirateten, Kranken,
kinderreichen Familien.
- Einbindung der Ausländer.
- Gewinnung von Mitarbeitern, ihre Ausbildung.
- Glaubensweiterbildung.
- Fernstehende, Randchristen.
- Aktivierung der "Sonntagschristen".
- Probleme zum Kirchenbeitrag.
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Kontakt nach "außen", Repräsentation:
Der PGR hat den Finger am Puls der Gemeinde, die Pfarrgemeinde sind
wachsam, was sich tut und was es braucht. Zugleich vertritt der PGR
die Beschlüsse auch nach außen.
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